Surfer auf dem Canal Grande

Zwei junge Männer gefasst.

Brugnaro: „Denunziation und hohe Geldstrafe“
Luigi Brugnaros Wut: „Wir brauchen mehr Befugnisse für Bürgermeister in Fragen der öffentlichen Sicherheit“.
„Motorisiertes“ Surfen auf dem Canal Grande in Venedig von zwei jungen Männern, die heute Morgen, am 17. August, die Aufmerksamkeit von Bürgern und Touristen auf sich zogen. Sie waren einerseits fasziniert, aber auch empört, als beiden Surfer zwischen Gondeln und Vaporetti hin und her fuhren.

Wasserski auf dem Canal Grande
Surfer auf dem Canal Grande

Eines der Videos, das sich sofort verbreitete, wurde auch von Bürgermeister Luigi Brugnaro auf seinem Twitter-Profil veröffentlicht. „Hier sind zwei anmaßende Schwachköpfe“, kommentierte Brugnaro, „die die Stadt zum Gespött machen. Ich bitte alle, uns zu helfen, sie zu identifizieren, um sie zu bestrafen, auch wenn unsere Waffen wirklich stumpf sind, wir brauchen dringend mehr Befugnisse für die Bürgermeister im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit. Denen, die sie entdecken, biete ich ein Abendessen an“.
Die beiden Männer waren kurz nach Sonnenaufgang mit ihren Brettern ins Wasser gegangen und zogen 10 Minuten lang die Aufmerksamkeit der Frühaufsteher auf sich. Sie surften zwischen Rialto und Accademia auf und ab, als wären sie in der Karibik. Einige Stunden später erwischte die Stadtpolizei die jungen Männer. Unter den Venezianern gab es einige, die dachten, es handele sich um eine Inszenierung für die Dreharbeiten zu einem Werbespot oder einem Film. Es gab jedoch keine Anfrage an Ca‘ Farsetti für ein Set am Canal Grande.

Wasserski auf dem Canal Grande
Surfer auf dem Canal Grande

Die Beamten beschlagnahmten die beiden Fahrzeuge im Wert von rund 25.000 Euro, da sie nicht versichert waren, und verhängten Geldstrafen in Höhe von jeweils 1.500 Euro wegen Gefährdung der Sicherheit der Schifffahrt auf dem Canal Grande. Auch die sofortige Ausweisung aus Venedig, wurde veranlasst.

Außerdem hat die Stadtverwaltung bereits die Anwaltskanzlei der Stadt beauftragt, gegen die beiden Ausländer wegen Rufschädigung vorzugehen. Auch die zuständigen Konsularbehörden werden über den Vorfall informiert.

Bürgermeister Brugnaro war jedoch stets der Überzeugung, dass dieses Verwaltungsinstrument nicht ausreicht, sondern dass eine stärkere Abschreckung erforderlich ist: So sollte den Bürgermeistern die Möglichkeit gegeben werden, die Täter für eine Nacht ins Gefängnis zu bringen. Im Laufe der Jahre haben die Polizei und die städtischen Sicherheitsbehörden in Venedig, Maßnahmen zur Bekämpfung von Unhöflichkeit und Vandalismus schrittweise verschärft.

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Fotos: Private Fotoreporter von venedig-info.com

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