Virologe: „Hysterie ein Ende setzen“

Auch der angesehene Virologe Giorgio Palu, Professor für Mikrobiologie und Virologie an der Universität von Padua, sprach sich im Gespräch mit dem „Corriere della Sera“ (Samstag-Ausgabe) gegen einen landesweiten Lockdown aus. „Als Bürger bin ich gegen einen neuen Lockdown, weil das für unsere Wirtschaft ein Selbstmord wäre. Als Wissenschaftler bin ich dagegen, weil das die Bildung unserer Jugend beeinträchtigen würde, die unsere Zukunft sind.“

„Ich bin auch als Arzt gegen einen Lockdown, weil man mit einem Ausgangsverbot Personen, die an anderen Krankheiten wie Krebs leiden, den Zugang zu den Behandlungen versperrt. Dabei ist mit CoV eine niedrige Sterberate verbunden. Wir müssen dieser Hysterie ein Ende setzen“, sagte Palu. 95 Prozent der an CoV infizierten Italiener seien symptomfrei. Entscheidend sei die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen eingeliefert werden. „Das ist die Zahl, die die Gefährlichkeit der Lage bezeugt. Dieses Virus hat eine relativ niedrige Letalität, es kann zwar töten, ist aber nicht die Pest“, sagte der Virologe.