Sicherheit im Sommer: Venedig, Jesolo und Mestre führen Rote Zonen ein
Der Sommer bringt Sonne, Strand und viele Urlauber an die italienische Adriaküste. Doch mit den Touristenströmen steigen auch die Herausforderungen für die lokalen Behörden. Die Region rund um Venedig reagiert nun entschlossen auf diese Entwicklung. Ab morgen gelten in mehreren beliebten Urlaubsgebieten wieder die sogenannten Roten Zonen.
Präfekt Darco Pellos hat das entsprechende Dekret bereits offiziell unterschrieben. Die neuen Sicherheitsregeln treten am Samstag, den 13. Juni, in Kraft. Sie enden erst am Sonntag, den 23. August. Die Maßnahme betrifft Venedig, Mestre, Chioggia und Jesolo. Ziel ist ein sicherer Sommer für Einheimische und Gäste.
Mehr Polizeipräsenz für unbeschwerten Urlaub
Die Behörden möchten den öffentlichen Raum schützen. Alle Besucher sollen die Plätze und Straßen unbesorgt nutzen können. Dafür stocken die Verantwortlichen das Personal vor Ort deutlich auf. Mehr staatliche Polizei und zusätzliche Beamte der lokalen Polizei patrouillieren in den betroffenen Straßen.
Das Konzept entstand in enger Zusammenarbeit. Das Provinzkomitee für Ordnung und Sicherheit hat die Zonen gemeinsam beschlossen. Der Fokus liegt ganz klar auf Orten mit sehr hohem touristischem Aufkommen.
Die betroffenen Gebiete in Mestre und Venedig
In Mestre konzentrieren sich die Kontrollen auf den Bahnhof und das direkte Umland. Dazu gehören wichtige Verkehrsachsen wie die Via Piave, Via Trento und die Via Torino. Auch der gesamte Corso del Popolo fällt unter das Dekret. Die Polizei zeigt zudem erhöhte Aufmerksamkeit am Piazza Ferretto und in Teilen von Marghera.
In der historischen Altstadt von Venedig stehen die bekannten Knotenpunkte im Mittelpunkt. Die Beamten bewachen den Bahnhof Santa Lucia und den angrenzenden Piazzale Roma. Auch die Fußgängerzonen rund um die berühmte Rialtobrücke und den Markusplatz bekommen zusätzlichen Schutz. Sogar die Accademia-Brücke gehört zu dieser Sicherheitszone.
Strenge Regeln auch in Chioggia und Jesolo
In Chioggia betrifft die Verordnung vor allem die Busbahnhöfe und die großen Promenaden. Beliebte Straßen wie die Viale Padova oder die Viale Trieste stehen unter besonderer Beobachtung. Das gilt ebenso für Abschnitte der bekannten Strandpromenade Lungomare Adriatico.
Das Badeort Jesolo zieht im Sommer riesige Menschenmengen an. Hier reichen die Roten Zonen von der Piazza Casabianca bis zur Piazza Marina. Der gesamte dazugehörige Strand ist ebenfalls eingeschlossen. Auch die Erholungsbereiche an der Piazza Mazzini, Piazza Milano und Piazza Torino bekommen mehr Kontrollen.
Große Zustimmung aus der Politik
Mauro Armelao, der Bürgermeister von Chioggia, zeigt sich sehr zufrieden mit den beschlossenen Maßnahmen. Für ihn ist das Dekret ein wichtiges Signal der Aufmerksamkeit für die gesamte Region. Im Sommer vervielfacht sich die Einwohnerzahl in den Küstenorten schlagartig. Die Gemeinden brauchen deshalb passende Werkzeuge gegen Kriminalität und Verfall.
Die neuen Zonen sollen illegales Verhalten effektiv verhindern. Sie schützen die Ruhe der Bürger und sichern die Erholung der Urlaubsgäste. Mit diesem Schritt blickt die Region optimistisch auf eine sichere und erfolgreiche Sommersaison.



