Sprung von einem Steg in Jesolo

Sprung von einem Steg in Jesolo: Deutsche Urlauberin mit Hubschrauber nach Mestre gebracht

Eine 34-jährige Urlauberin aus Deutschland hat sich am Sonntagnachmittag bei einem Sprung von einem Steg am Strand von Jesolo verletzt. Die Frau klagte anschließend über Schmerzen im Nacken und an der Schulter. Nach der Erstversorgung wurde sie zur weiteren Untersuchung in das Krankenhaus Dell’Angelo in Mestre geflogen.

Unfall am Strand von Cortellazzo

Der Unfall ereignete sich am Sonntag, 19. Juli 2026, im östlichen Bereich von Jesolo. Kurz nach 16 Uhr ging der Notruf ein.

Die Frau hatte sich nach den bisher vorliegenden Informationen von einem Steg ins Meer gestürzt. Der Unfallort lag vor dem vierten Strandzugang der Viale Oriente. Der betreffende Abschnitt befindet sich auf Höhe des Chiosco Nord zwischen dem Villaggio Marzotto und dem Campingplatz Malibu Beach.

Rettungsschwimmer und Mitarbeiter des Rettungsdienstes Suem 118 versorgten die 34-Jährige zunächst direkt am Strand.

Schmerzen im Nacken und an der Schulter

Nach dem Sprung klagte die deutsche Urlauberin über Schmerzen im Bereich des Nackens und der Schulter. Die Beschwerden deuteten auf eine mögliche Verletzung der Halswirbelsäule hin.

Aufgrund des Unfallhergangs entschieden die Rettungskräfte, die Frau für genauere Untersuchungen in ein Krankenhaus zu bringen. Sie wurde zunächst im Krankenhaus von Jesolo aufgenommen.

Am Abend verschärften die Ärzte die medizinische Abklärung. Gegen 19 Uhr landete ein Rettungshubschrauber von Treviso Emergenza am Krankenhaus in Jesolo. Die Besatzung übernahm die Patientin und flog sie mit der Dringlichkeitsstufe „Codice giallo“ in das Krankenhaus Dell’Angelo in Mestre.

Über die endgültige Diagnose und den weiteren Zustand der Urlauberin lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor.

Stege sind keine Sprungplattformen

Der Unfall macht erneut auf eine Gefahr aufmerksam, die sich am Strand von Jesolo fast jeden Sommer zeigt. Immer wieder springen Urlauber von den ins Meer führenden Stegen oder Wellenbrechern.

Diese Bauwerke dienen jedoch dem Küstenschutz. Sie wurden nicht als Sprungplattformen errichtet. In ihrer Nähe ist das Wasser häufig sehr flach. Selbst bei Hochwasser erreicht die Tiefe stellenweise weniger als einen Meter.

Wer kopfüber oder mit hoher Geschwindigkeit ins Wasser springt, kann deshalb mit dem Meeresboden zusammenstoßen. Dabei drohen schwere Verletzungen an Kopf, Nacken und Wirbelsäule. Im schlimmsten Fall können Schäden am Rückenmark und dauerhafte Lähmungen entstehen.

Stadt Jesolo warnt mit mehrsprachigen Schildern

Das Springen von den Stegen ist in Jesolo verboten. An den Zugängen und Bauwerken weisen mehrsprachige Schilder auf das Verbot und die möglichen Folgen hin.

Die Stadt hatte bereits 2023 gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde ULSS 4 Veneto Orientale die Kampagne „#NonTuffarti“ gestartet. Als Botschafterin beteiligte sich die frühere Weltklasse-Wasserspringerin Tania Cagnotto.

Die zentrale Botschaft lautete, dass bereits ein einziger unüberlegter Sprung das gesamte Leben verändern kann. Cagnotto erinnerte daran, dass sichere Sprünge ausreichend tiefes und freies Wasser voraussetzen. Die Stege am Strand von Jesolo erfüllen diese Voraussetzungen nicht.

Wichtige Warnung für Urlauber

Auch wenn andere Menschen von einem Steg springen, bedeutet dies nicht, dass das Wasser tief genug ist. Strömung, Gezeiten und Sandverlagerungen können die Tiefe zusätzlich verändern. Eine Stelle, die am Vortag noch ausreichend tief erschien, kann kurze Zeit später deutlich flacher sein.

Eltern sollten ihre Kinder ausdrücklich auf das Verbot hinweisen. Auch ein Sprung mit den Füßen voraus kann zu schweren Verletzungen führen.

Der aktuelle Vorfall ging nach den ersten Informationen vergleichsweise glimpflich aus. Ob die 34-Jährige schwerere Verletzungen erlitten hat, müssen die Untersuchungen in Mestre zeigen.

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