Tragisches Unglück auf der Postumia: Mädchen (9) stirbt nach schwerem Frontalcrash in Treviso
Die Hoffnung hielt drei Tage lang an. Ärzte, Familie und Freunde bangten gemeinsam. Doch am Montagnachmittag erlosch das Licht im Krankenhaus Ca’ Foncello. Die kleine Edewede Osabhie Favour hat ihren schwersten Kampf verloren. Das neunjährige Mädchen starb an den Folgen eines furchtbaren Verkehrsunfalls.
Drei Tage langes Hoffen im Krankenhaus
Der Unfall passierte bereits am vergangenen Freitagmittag. Ein Rettungshubschrauber flog das schwer verletzte Kind direkt nach dem Zusammenstoß in die Klinik von Treviso. Die Ärzte begannen sofort mit intensiven Notfallmaßnahmen. Direkt am Unfallort reanimierten Rettungskräfte das Mädchen zwanzig Minuten lang. Ihr Herz schlug wieder, aber der Zustand blieb extrem kritisch. Das medizinische Team versuchte tagelang alles Menschenmögliche. Doch die schweren Verletzungen ließen der Neunjährigen letztendlich keine Chance.
Der fatale Zusammenstoß auf der Landstraße
Das Unglück geschah gegen 13:30 Uhr auf der viel befahrenen Postumia-Straße im Gemeindegebiet von San Biagio di Callalta. Die Mutter des Mädchens saß am Steuer eines Citroen C3. Die 33-jährige Frau verlor plötzlich die Kontrolle über den Wagen. Das Auto geriet ins Schleudern und driftete nach links ab. Auf der Gegenfahrbahn war in diesem Moment ein schwerer Lastwagen unterwegs. Der 40-jährige Lkw-Fahrer hatte keine Chance mehr. Er konnte dem plötzlich auftauchenden Auto nicht mehr ausweichen. Es folgte ein verheerender Frontalaufprall. Die Wucht des Aufpralls traf die kleine Favour auf dem Beifahrersitz mit voller Härte.
Mutter und Schwester überleben den Unfall
Im Auto saßen auch die Mutter und die achtjährige Schwester des Opfers. Beide erlitten Verletzungen und kamen sofort in die Notaufnahme. Die Ärzte gaben jedoch schnell Entwarnung für die beiden. Sie konnten das Krankenhaus nach den Untersuchungen bald wieder verlassen. Für die Familie ist der Schmerz unendlich groß. Das tragische Ereignis bewegt die gesamte Region Treviso zutiefst.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Nach dem Tod des Kindes hat die Justiz das Verfahren eröffnet. Die Behörden ermitteln nun wegen Tötung im Straßenverkehr. Die Ermittler nahmen auch die Mutter routinemäßig in das Register der Verdächtigen auf. Dieser Schritt ist bei solchen Unfällen gesetzlich vorgeschrieben. Er dient der genauen Klärung aller rechtlichen Fragen. Die Polizei beschlagnahmte sowohl den Citroen als auch den Lastwagen für technische Gutachten.
Prüfung der Sicherheitsgurte und Kindersitze
Die örtliche Polizei von San Biagio di Callalta untersucht nun die genaue Unfallursache. Ein wichtiger Punkt betrifft die Sicherung der Insassen im Auto. Die Beamten prüfen genau, ob alle Personen richtig angeschnallt waren. Zudem steht die Frage im Raum, ob die Neunjährige überhaupt auf dem Vordersitz mitfahren durfte. Die italienische Gesetzgebung verlangt spezielle Kindersitze für Minderjährige bis zu einer Körpergröße von 1,50 Metern. Die Experten werten nun alle Spuren aus, um den genauen Ablauf dieser schrecklichen Tragödie lückenlos aufzuklären.



