Grüner Pass – neue Verschärfungen in Italien

Die Italienische Regierung hat im Ministerrat am 16. September 2021 trotz sinkender Fallzahlen beschlossen, dass der „Grüne Pass“ ausgeweitet wird. Die Abstimmung soll einstimmig erfolgt sein.

Was ändert sich?

Von 15. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2021 (Ende des Ausnahmezustandes) ist der Grüne Pass an öffentlichen und privaten Arbeitsplätzen VERPFLICHTEND vorzulegen. Somit darf man ohne Grünen Pass nicht mehr in die Arbeit gehen. Dienstnehmer können ohne Gehalt freigestellt werden. Im Grünen Pass wird die Impfung, die Genesung und ein negatives Testergebnis erfasst. Laut Regierung wird noch an einem einheitlich günstigen Preis für die Tests in Höhe von 15 Euro gearbeitet. Bei benötigten bis zu drei Tests pro Woche, kommen für die Arbeitnehmer doch deutliche Kosten hinzu. Dieser indirekte Impfzwang hat bereits zu einer leichten Erhöhung der Anmeldungen für eine Impfung geführt. Auf der anderen Seite wird die Protestbewegung gegen den Grünen Pass in Italien immer größer. So sind beispielsweise in Triest bereits über 5.000 Menschen auf die Straße gegangen, um dagegen zu demonstrieren. Eine große Kundgebung ist für Anfang Oktober in Rom geplant.

Was ändert sich für Touristen?

Für Touristen ist bisher keine Änderung geplant. Die bisherigen Bestimmungen zum Grünen Pass (Restaurants in Innenräumen, Museen etc.) bleiben erhalten. Die davon unabhängige Einreiseverordnung gilt aktuell bis 25. Oktober 2021.