Cavallino-Treporti: Badebekleidung im Ortszentrum verboten

Cavallino-Treporti: Badebekleidung im Ortszentrum verboten – Bußgelder bis zu 500 Euro möglich

Gemeinde erinnert Urlauber an die geltenden Regeln

Wer in Cavallino-Treporti vom Strand in den Ortskern geht, sollte künftig genauer auf seine Kleidung achten. Die Gemeinde startet eine neue Informationskampagne und erinnert Urlauber sowie Einheimische an eine bereits bestehende Regel: In den Ortszentren sind Badebekleidung und nackter Oberkörper nicht erlaubt.

Mit neuen Hinweisschildern möchte die Gemeindeverwaltung für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Gleichzeitig kündigt sie verstärkte Kontrollen an. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, muss mit Geldbußen zwischen 25 und 500 Euro rechnen.

Straßen sind keine Strandpromenade

Nach Beobachtungen der Gemeinde bewegen sich während der Sommersaison immer mehr Menschen in Badebekleidung durch Einkaufsstraßen, Plätze und andere öffentliche Bereiche.

Genau hier möchte die Verwaltung eine klare Grenze ziehen.

Die Strände sollen Orte für Badebekleidung bleiben. In den belebten Ortszentren erwartet die Gemeinde dagegen eine angemessene Kleidung. Das betrifft sowohl Badeanzüge und Bikinis als auch Badehosen oder das Gehen mit freiem Oberkörper.

Die neuen Schilder sollen diese Regel künftig noch deutlicher machen.

Bürgermeisterin: „Respekt und Rücksicht gehören zum Urlaub dazu“

Bürgermeisterin Roberta Nesto betont, dass es der Gemeinde nicht darum gehe, die Freiheit der Urlauber einzuschränken.

Vielmehr gehe es um gegenseitigen Respekt.

„Die Straßen sind kein Strand“, erklärt die Bürgermeisterin. Cavallino-Treporti sei nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern vor allem auch ein Ort, an dem Menschen das ganze Jahr über leben und arbeiten.

Wer sich im Ortszentrum angemessen kleide, zeige Rücksicht gegenüber Einwohnern, Geschäftsinhabern und anderen Gästen.

Kontrollen werden ausgeweitet

Die Gemeinde macht deutlich, dass die Hinweisschilder in erster Linie informieren und sensibilisieren sollen.

Dennoch bleibt es nicht bei Appellen. Die Ortspolizei wird die Einhaltung der Vorschriften verstärkt kontrollieren. Bei Verstößen können Bußgelder zwischen 25 und 500 Euro verhängt werden.

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung soll dabei vor allem das Gespräch mit den Urlaubern im Vordergrund stehen. Ziel sei es nicht, möglichst viele Strafen auszusprechen, sondern das Bewusstsein für die bestehenden Regeln zu stärken.

Mehr Rücksicht für ein gepflegtes Ortsbild

Mit der Kampagne verfolgt Cavallino-Treporti das Ziel, das Ortsbild zu schützen und das Zusammenleben zwischen Urlaubern und Einwohnern zu fördern.

Die Gemeinde setzt dabei auf Eigenverantwortung und gesunden Menschenverstand. Wer vom Strand in Restaurants, Geschäfte oder auf öffentliche Plätze wechselt, sollte sich kurz umziehen oder zumindest ein T-Shirt und eine kurze Hose beziehungsweise einen Rock überziehen.

So lässt sich der Strandtag problemlos mit einem Bummel durch den Ort verbinden – und gleichzeitig werden Missverständnisse oder mögliche Bußgelder vermieden.

Gilt das auch in Jesolo?

Ja. Auch in Jesolo sollten Urlauber Badebekleidung auf den Strandbereich beschränken. Wer sich in Geschäften, Restaurants oder den Einkaufsstraßen aufhält, sollte ein T-Shirt oder ein leichtes Kleidungsstück überziehen. Während Cavallino-Treporti die bestehenden Regeln jetzt mit einer neuen Kampagne und Hinweisschildern stärker in den Fokus rückt, gelten ähnliche Grundsätze auch in anderen Badeorten an der oberen Adria.

Für Urlauber gilt deshalb eine einfache Faustregel: Badebekleidung gehört an den Strand – im Ortszentrum ist angemessene Kleidung gefragt.

Bild wurde zur Illustration KI-generiert

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