Britische Cousins nach Messerattacke bei Rialto gefasst

Bluttat in Venedig: Britische Cousins nach Messerattacke bei Rialto gefasst

Die Lagunenstadt Venedig atmet auf. Die Polizei nahm zwei junge Briten fest. Diese sollen in der Valentinsnacht einen Venezianer fast getötet haben. Die Ermittler suchten tagelang nach den Tätern. Nun sitzen die Cousins hinter Gittern.


Ein romantischer Abend endet im Albtraum

Eigentlich feierte Venedig an jenem Abend den Valentinstag und den Karneval. Die Gassen waren voller Menschen. Unter ihnen befand sich eine Gruppe lokaler Freunde. Doch zwei Touristen aus England störten die Idylle massiv.

Die Cousins im Alter von 19 und 21 Jahren waren bereits seit Ende Januar in der Stadt. Einer von ihnen bedrängte eine junge Venezianerin schon länger über Instagram. Die Frau lehnte jedes Treffen konsequent ab. Trotzdem verfolgten die Männer sie und ihre Freunde bis in die Gegend von Rialto.

In einer Bar namens „La Bussola“ eskalierte die Situation schließlich völlig. Die Briten ließen die junge Frau einfach nicht in Ruhe. Sie suchten immer wieder die Konfrontation. Ein 21-jähriger Freund der Frau wollte die Situation klären. Er stellte sich schützend vor seine Begleiterin.

„Du bist hier in meinem Zuhause“

Der Dialog vor der Tat klingt fast surreal. Der ältere Brite behauptete plötzlich, das Mädchen sei seine Freundin. Er liebe sie, doch sie ihn nicht. Der Venezianer blieb standhaft. Er verwies die Fremden in ihre Schranken. „Ihr seid hier in Italien, in meinem Zuhause“, sagte er laut Zeugenaussagen.

Diese Worte lösten einen tödlichen Zorn aus. Der 19-jährige Cousin zog ein Springmesser aus der Tasche. Die Klinge war stolze zehn Zentimeter lang und rasiermesserscharf. Er reichte die Waffe seinem älteren Verwandten. Dieser zögerte keine Sekunde. Er stach dem Venezianer das Messer direkt in den Hals.

Das Opfer zog sich die Klinge noch selbst aus der Wunde. Danach brach der junge Mann zusammen. Er verlor massiv Blut, da das Messer eine Arterie getroffen hatte. Währenddessen flüchteten die Angreifer in die dunklen Gassen der Stadt.

Die Jagd durch ganz Europa

Die Polizei reagierte sofort. Sanitäter brachten das Opfer ins Krankenhaus. Eine Notoperation rettete dem jungen Mann schließlich das Leben. Die Ermittler werteten sofort die Bilder der Überwachungskameras aus. Venedig ist fast lückenlos videoüberwacht.

Die Beamten identifizierten die Briten schnell. Sie fanden auch ihre Ferienwohnung. Doch die Verdächtigen waren bereits untergetaucht. Die Staatsanwaltschaft leitete eine europaweite Fahndung ein. Flughäfen und Bahnhöfe erhielten die Fotos der Gesuchten.

Rückkehr in die Falle

Die Flucht dauerte nur wenige Tage. Die Cousins kehrten tatsächlich in ihre Wohnung zurück. Sie wollten wahrscheinlich nur ihre Koffer packen. Dabei klickten die Handschellen. Die Ermittler hatten das Gebäude observiert.

Am kommenden Montag findet die erste Anhörung vor Gericht statt. Eine Richterin entscheidet dann über die Untersuchungshaft. Den jungen Männern droht nun eine Anklage wegen versuchten Mordes. Die mutige Tat des Venezianers hätte ihn fast das Leben gekostet.

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