Bombenfund vor Cavallino

Bombenfund vor Cavallino: Taucher der Finanzpolizei entdecken Kriegsmunition im Meer

Spektakulärer Fund am Wrack der „Quintino Sella“

Vor der Küste von Venedig machten Taucher der italienischen Finanzpolizei einen brisanten Fund. Bei einem Routineeinsatz entdeckten sie in den Tiefen der Adria mutmaßliche Kriegsmunition. Der gefährliche Gegenstand lag in rund 23 Metern Tiefe nahe dem Wrack der „Quintino Sella“ vor Marina di Cavallino im Veneto.

Die Spezialtaucher des operativen Luft- und Seekommandos der Guardia di Finanza kontrollierten an diesem Tag den Meeresboden. Solche Einsätze gehören zur regelmäßigen Überwachung des maritimen Gebiets. Dabei achten die Einsatzkräfte auf Umweltgefahren, illegale Aktivitäten und mögliche Risiken für die Schifffahrt.

Während des Tauchgangs stießen sie auf ein Objekt, das sofort Verdacht erregte. Form und Größe deuteten klar auf ein Geschoss aus der Marineartillerie hin.

Schnelle Reaktion zum Schutz von Schifffahrt und Badegästen

Nach dem Fund handelten die Behörden ohne Zeitverlust. Die Finanzpolizei informierte umgehend die Präfektur sowie die zuständigen Seebehörden. Das hatte einen guten Grund: Solche Altlasten aus Kriegszeiten stellen auch Jahrzehnte später eine ernsthafte Gefahr dar.

Vor allem entlang stark genutzter Küstenabschnitte braucht es schnelles Handeln. Boote, Fischer und Badegäste dürfen keinem unnötigen Risiko ausgesetzt sein.

Die Behörden sperrten den betroffenen Bereich ab und erließen Sicherheitsanordnungen. Danach übernahmen Spezialisten für Unterwasserentschärfung die weitere Arbeit.

Spezialkräfte entschärfen historische Munition

Für die Bergung rückte die Unterwassereinheit SDAI des Comsubin aus Ancona an. Diese Eliteeinheit der italienischen Marine verfügt über besondere Erfahrung im Umgang mit Sprengkörpern unter Wasser.

Die Experten untersuchten das Objekt vor Ort gemeinsam mit den Tauchern der Finanzpolizei. Schnell bestätigte sich der erste Verdacht: Es handelte sich tatsächlich um Kriegsmunition.

Das Geschoss war etwa einen halben Meter lang. Alles deutete darauf hin, dass es vom Wrack der „Quintino Sella“ stammte.

Wrack erinnert an dramatische Kriegsereignisse

Die „Quintino Sella“ war ein italienischer Zerstörer. Das Kriegsschiff sank im Jahr 1943 vor der venezianischen Küste. Bis heute liegt das Wrack auf dem Meeresgrund und erinnert an die dramatischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs.

Rund um solche Wracks tauchen immer wieder alte Munitionsteile auf. Viele davon bleiben über Jahrzehnte hinweg gefährlich.

Die Spezialkräfte zerstörten den Sprengkörper kontrolliert. Der Einsatz verlief ohne Zwischenfälle. Für Anwohner, Touristen und die Schifffahrt bestand danach keine Gefahr mehr.

Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig regelmäßige Kontrollen unter Wasser sind. Was jahrzehntelang verborgen blieb, kann noch heute zum Risiko werden.

Fotos und Informationen mit freundlicher Genehmigung durch die Guardia di Finanza!

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