65-Jährige stirbt nach plötzlichem Notfall

Tragödie am Strand von Jesolo: 65-Jährige stirbt nach plötzlichem Notfall

Erneut hat sich am Strand von Jesolo ein tödlicher medizinischer Notfall ereignet. Eine 65 Jahre alte Frau aus Mestre wurde am Samstagnachmittag im Bereich des Faro leblos im Wasser gefunden. Rettungsschwimmer, Sanitäter und ein Notarzt kämpften um ihr Leben. Trotz aller Bemühungen konnte die Frau nicht mehr gerettet werden.

Der Notfall ereignete sich am Samstag, 5. September 2026, kurz nach 14.30 Uhr zwischen den Rettungstürmen 2 und 3 im Bereich der Via Antoniotto Usodimare, unweit des Faro von Jesolo.

Bei der Verstorbenen handelt es sich um die 65-jährige Mirella Scardecchia aus Mestre.

Ehemann schlägt Alarm

Nach den bislang vorliegenden Berichten befand sich die Frau gemeinsam mit ihrem Ehemann am Strand.

Zum genauen Ablauf gibt es unterschiedliche Angaben. La Nuova Venezia berichtet, dass die 65-Jährige ins Wasser gegangen sei. Andere Quellen, darunter ANSA, sprechen von einem Spaziergang entlang der Wasserkante.

Als sie nach einiger Zeit nicht zurückkehrte und ihr Mann sie nicht mehr sehen konnte, wandte er sich an die Rettungsschwimmer der Türme 2 und 3.

Diese begannen sofort mit der Suche.

Nur wenige Meter vom Ufer entfernt gefunden

Kurz darauf entdeckten die Rettungsschwimmer die Frau wenige Meter vom Strand entfernt.

Sie lag regungslos mit dem Gesicht im Wasser. Nach mehreren Berichten betrug die Wassertiefe an dieser Stelle nur ungefähr einen halben Meter.

Die Rettungsschwimmer brachten sie sofort an Land und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Gleichzeitig wurde der Rettungsdienst SUEM 118 alarmiert.

Rettungshubschrauber aus Padua im Einsatz

Neben einem Rettungswagen wurde auch der Rettungshubschrauber Leone 2 aus Padua nach Jesolo geschickt.

Das medizinische Team wurde per Seilwinde direkt am Strand abgesetzt.

Auch die Guardia Costiera von Jesolo war am Einsatz beteiligt.

Die Reanimationsversuche wurden über mehrere Minuten fortgesetzt. Schließlich mussten die Ärzte feststellen, dass der Frau nicht mehr geholfen werden konnte.

Plötzlicher medizinischer Notfall wahrscheinlich

Nach dem derzeitigen Stand gehen die Ermittler von einem plötzlichen medizinischen Notfall aus.

In italienischen Medien wird teilweise ein Herzinfarkt als mögliche Ursache genannt. Eine endgültig bestätigte medizinische Todesursache liegt jedoch noch nicht vor.

Deshalb wäre es derzeit falsch, von einem klassischen Ertrinkungsunfall zu sprechen.

Auch die Bedingungen im Meer sprechen nicht für einen Unfall durch hohen Wellengang. Nach den Berichten war das Wasser zum Zeitpunkt des Vorfalls sehr ruhig.

Vier Hubschraubereinsätze an einem einzigen Tag

Der Todesfall war nicht der einzige schwere Rettungseinsatz am venezianischen Küstenstreifen an diesem Samstag.

Nach Angaben von VOITG wurden am 5. September insgesamt vier Einsätze von Rettungshubschraubern in Jesolo und Cavallino-Treporti notwendig.

Nur wenig später kam es gegen 16 Uhr in Ca’ di Valle zu einem weiteren schweren Notfall im Wasser.

Ein älterer ausländischer Urlauber geriet dort in Lebensgefahr und zeigte Symptome eines Ertrinkungsnotfalls.

Die Rettungskräfte konnten den Mann stabilisieren. Anschließend wurde er mit dem Rettungshubschrauber Leone 1 in das Krankenhaus dell’Angelo in Mestre gebracht.

Auch zwei Kinder mussten ausgeflogen werden

Am frühen Abend kam es in Cavallino-Treporti zu einem weiteren Einsatz.

Gegen 17.40 Uhr landete ein Rettungshubschrauber auf dem Fußballplatz von Ca’ Savio. Dort wurde ein Mädchen nach einem mutmaßlichen Trauma übernommen und in ein Kinderkrankenhaus nach Padua geflogen.

Gegen 21.30 Uhr folgte schließlich ein vierter Hubschraubereinsatz.

Nahe dem Campingplatz Union Lido wurde ein vier Jahre altes deutsches Mädchen nach einem Sturz versorgt und ebenfalls zur weiteren Behandlung nach Padua geflogen.

Erneut mehrere Todesfälle an den Stränden

Besonders bedrückend ist, dass der aktuelle Todesfall Teil einer ungewöhnlichen Häufung tödlicher medizinischer Notfälle an den Stränden der oberen Adria ist.

In den vergangenen Tagen kamen bereits mehrere Urlauber in Caorle, Bibione und Jesolo ums Leben.

Nach Angaben von La Nuova Venezia wurden in dieser Saison bislang sieben Todesfälle an den Stränden von Caorle gezählt. In Bibione und Jesolo seien jeweils vier Todesfälle registriert worden.

In den meisten Fällen handelte es sich nach bisherigen Erkenntnissen um plötzlich auftretende gesundheitliche Probleme am Strand oder im Wasser.

Nicht alle Fälle haben dieselbe Ursache

Bei dieser Häufung ist allerdings eine wichtige Unterscheidung notwendig.

Es gibt bislang keinen Hinweis auf eine gemeinsame Ursache.

Einige Menschen gerieten bei schwierigen Bedingungen im Meer in Schwierigkeiten. Andere erlitten offenbar unabhängig von Wellengang oder Strömung einen akuten medizinischen Notfall.

Der aktuelle Todesfall in Jesolo gehört nach dem bisherigen Ermittlungsstand zur zweiten Gruppe.

Gerade deshalb sollte nicht jeder Todesfall am Strand pauschal als „Badeunfall“ bezeichnet werden.

Gefahr eines medizinischen Notfalls im Wasser

Ein plötzlicher Kreislaufstillstand, Herzinfarkt oder Bewusstseinsverlust kann im Wasser besonders gefährlich sein.

Selbst bei geringer Wassertiefe reicht eine Bewusstlosigkeit aus, um innerhalb kürzester Zeit in eine lebensbedrohliche Situation zu geraten.

Der Fall in Jesolo zeigt das auf tragische Weise: Die Frau wurde nur wenige Meter vom Strand entfernt in sehr flachem Wasser entdeckt.

Trotz der unmittelbaren Hilfe der Rettungsschwimmer, des schnellen Einsatzes des Rettungsdienstes und der Unterstützung durch einen Rettungshubschrauber konnte ihr Leben nicht mehr gerettet werden.

Ein weiterer schwerer Tag für die Rettungskräfte

Für die Rettungsschwimmer und medizinischen Einsatzkräfte entlang der Küste war der Samstag damit erneut außergewöhnlich fordernd.

Innerhalb weniger Stunden mussten mehrere schwere Notfälle bewältigt werden.

Dass der Mann in Ca’ di Valle stabilisiert und in ein Krankenhaus gebracht werden konnte, zeigt zugleich, wie entscheidend die schnelle Rettungskette an den Stränden sein kann.

Für die 65-jährige Mirella Scardecchia in Jesolo kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann, ihrer Familie und ihren Angehörigen.

Stand: 6. September 2026. Die genaue medizinische Todesursache wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben.

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