ARPAV bestätigt sauberes Badewasser

ARPAV bestätigt sauberes Badewasser: Jesolo durchgehend ausgezeichnet

Die aktuelle Kontrolle der Badegewässer fällt für die gesamte Küste des Veneto positiv aus. Alle untersuchten Stellen bestanden den Juli-Test. Jesolo erreicht an sämtlichen zwölf Strandabschnitten die höchste langfristige Qualitätsklasse. In Cavallino-Treporti zeigen sich dagegen deutliche Unterschiede zwischen dem Bereich am Faro und den südlicheren Abschnitten Richtung Punta Sabbioni.

Alle aktuellen Wasserproben ohne Beanstandung

ARPAV kontrollierte im Juli alle 174 ausgewiesenen Badegewässer des Veneto. Die Probenahmen fanden nach einer nachträglichen Korrektur zwischen dem 13. und 15. Juli 2026 statt. Zunächst hatte die Umweltbehörde den Zeitraum vom 15. bis 17. Juli genannt.

Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Alle 174 Kontrollstellen erhielten ein günstiges Analyseergebnis. Damit gab es bei dieser Messrunde keine Überschreitung, die ein vorübergehendes Badeverbot erforderlich gemacht hätte. Die nächste reguläre Kontrolle ist zwischen dem 10. und 12. August vorgesehen.

An der Adriaküste überwacht ARPAV insgesamt 95 Badegewässer. Sie reichen von Bibione über Caorle, Eraclea, Jesolo und Cavallino-Treporti bis nach Rosolina und Porto Tolle. Auch an sämtlichen Küstenpunkten fiel die aktuelle Juli-Probe günstig aus.

Aktuelle Probe und langfristige Einstufung sind nicht dasselbe

Bei der Auswertung muss man zwei verschiedene Ergebnisse auseinanderhalten.

Die Juli-Probe zeigt, ob das Wasser aktuell zum Baden geeignet ist. Daneben veröffentlicht ARPAV eine langfristige Qualitätsklasse. Dafür wertet die Behörde die Messungen der vergangenen vier Badesaisons aus. Die für 2026 gültige Einstufung beruht auf den Daten von 2022 bis 2025. Sie unterscheidet zwischen „ausgezeichnet“, „gut“, „ausreichend“ und „mangelhaft“.

Die im italienischen Bericht verwendeten Sterne sind lediglich eine vereinfachte Darstellung dieser Klassen. ARPAV selbst vergibt bei dieser Untersuchung keine „Blaue Flagge“. Die internationale Auszeichnung Bandiera Blu stammt von der Umweltorganisation FEE und berücksichtigt neben der Wasserqualität weitere Kriterien wie Abfallmanagement, Sicherheit, Umweltschutz und Dienstleistungen.

Starkes Gesamtergebnis für die Küste des Veneto

Von den 95 untersuchten Badegewässern an der Adriaküste erreichen:

84 Stellen die Klasse „ausgezeichnet“, zehn die Klasse „gut“ und eine Stelle die Klasse „ausreichend“. Kein einziger Küstenabschnitt fällt in die Kategorie „mangelhaft“. Damit erreichen rund 88,4 Prozent der kontrollierten Meeresabschnitte die höchste Qualitätsstufe.

Auch nach Küstenlänge fällt das Ergebnis positiv aus. Von rund 100,5 Kilometern kontrollierter Adriaküste gelten 90,5 Kilometer als ausgezeichnet. Weitere 9,7 Kilometer erreichen eine gute und rund 300 Meter eine ausreichende Bewertung.

Jesolo: Alle zwölf Strandabschnitte ausgezeichnet

Jesolo erzielt ein besonders starkes Ergebnis. Alle zwölf von ARPAV kontrollierten Badegewässer erreichen die höchste langfristige Klasse „ausgezeichnet“. Das gilt für die gesamte Küste von der Laguna del Morto über die Piave-Mündung und den Lido bis zur Sile-Mündung am Leuchtturm.

Zu den ausgezeichnet bewerteten Abschnitten gehören unter anderem:

  • Piazza Europa
  • Via Galileo Galilei
  • Piazza Milano
  • Via Dalmazia
  • Piazza Brescia
  • Via Leon Battista Alberti
  • Via Pigafetta
  • die Strandbereiche an Piave und Sile
  • die drei Messbereiche an der Laguna del Morto

Innerhalb der höchsten Klasse zeigen die statistischen Werte dennoch kleinere Unterschiede. Besonders niedrige langfristige Bakterienwerte weist der Kontrollpunkt an der Piazza Brescia auf. Ebenfalls sehr niedrige Werte zeigen die Punkte an der Piazza Europa, der Via Leon Battista Alberti, der Via Pigafetta und an der linken Seite der Sile-Mündung.

Die vergleichsweise höchsten Werte innerhalb Jesolos ermittelte ARPAV am Strandabschnitt an der rechten Seite der Piave-Mündung. Doch auch dieser Bereich erfüllt weiterhin klar die Anforderungen der Klasse „ausgezeichnet“. Von einem schlechten oder bedenklichen Ergebnis kann daher keine Rede sein.

Cavallino-Treporti: Siebenmal ausgezeichnet

In Cavallino-Treporti überwacht ARPAV zwölf Strandabschnitte. Davon erreichen sieben die Klasse „ausgezeichnet“, vier die Klasse „gut“ und einer die Klasse „ausreichend“. Alle zwölf Bereiche sind jedoch zum Baden geeignet. Auch die aktuelle Juli-Probe fiel überall günstig aus.

Die höchste Bewertung erhalten folgende Bereiche:

Villaggio San Paolo, Via Radaelli 10, Via delle Batterie 38, Via Pisani 52, Via Ca’ Savio 77, Via Montello 6 in Punta Sabbioni sowie der Abschnitt 100 Meter nördlich des Beginns der Mole von Punta Sabbioni.

Besonders gute langfristige Werte zeigen die beiden Abschnitte rund um Punta Sabbioni. Auch Via Pisani, Via delle Batterie und Via Radaelli schneiden deutlich besser ab als die nördlicheren Kontrollstellen nahe der Grenze zu Jesolo.

Diese Abschnitte schneiden weniger gut ab

Eine gute Bewertung erhalten die Punkte an der Via Francesco Baracca 45, 55 und 63 sowie an der Via Fausta 258. Die Werte der intestinalen Enterokokken liegen auch dort in der höchsten Klasse. Die Gesamtbewertung fällt wegen der langfristigen Werte für Escherichia coli jedoch nur „gut“ aus.

Der Abschnitt an der Via Faro 12 erhält als einzige Kontrollstelle der gesamten Adriaküste lediglich die Klasse „ausreichend“. Er liegt nahe der Sile-Mündung und dem Leuchtturm, unmittelbar an der Grenze zu Jesolo. Auch hier führte der langfristige statistische Wert für Escherichia coli zur niedrigeren Einstufung. Der Wert für intestinale Enterokokken blieb dagegen ausgezeichnet.

Gegenüber der vorherigen Einstufung verschlechterte sich Via Faro 12 von „gut“ auf „ausreichend“. Die Abschnitte Via Baracca 55, Via Baracca 63 und Via Fausta 258 wechselten von „ausgezeichnet“ auf „gut“. Via Baracca 45 blieb unverändert in der Klasse „gut“.

Wasserqualität verbessert sich Richtung Punta Sabbioni

Die Ergebnisse zeigen innerhalb von Cavallino-Treporti ein klares räumliches Muster. Die schwächeren langfristigen Einstufungen liegen im Bereich des Faro sowie entlang der ersten Abschnitte der Via Baracca und Via Fausta.

Ab Villaggio San Paolo verbessert sich das Ergebnis. Die weiteren Kontrollstellen über Via Radaelli, Via delle Batterie, Ca’ Savio und Punta Sabbioni erreichen durchgehend die höchste Klasse.

Baden ist überall möglich

Für Urlauber bleibt die wichtigste Nachricht positiv: Sowohl in Jesolo als auch in Cavallino-Treporti sind alle kontrollierten Strandabschnitte aktuell zum Baden geeignet. Jesolo erreicht zudem an seiner gesamten Küste die höchste langfristige Qualitätsklasse.

Die Einstufung „ausreichend“ an der Via Faro bedeutet kein aktuelles Badeverbot. Sie beschreibt eine statistische Bewertung mehrerer Jahre. Die jüngste Probe im Juli 2026 fiel auch dort günstig aus.

Stand: 18. Juli 2026

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