Mord an Tabakhändler in Jesolo: Pizza-Bäcker muss für 15 Jahre ins Gefängnis
Der dramatische Fall um den Tod von Roberto Basso findet endlich seinen Abschluss. Die Richterin Margherita Berardi sprach in Venedig das Urteil. Sie schickt den Täter Leonard Shehu für fünfzehn Jahre hinter Gitter. Damit geht ein langes Verfahren zu Ende, das die Menschen in Jesolo tief bewegt hat.
Ein nächtlicher Einbruch endet in einer Tragödie
Die schreckliche Tat passierte in einer warmen Mainacht im Jahr 2024. Der Täter, ein bekannter Pizza-Bäcker aus der Stadt, schlich sich durch ein Fenster. Er suchte nach schnellem Geld. Shehu hatte damals große finanzielle Probleme. Seine Geldsorgen trieben ihn zu dieser verzweifelten Tat.
Der Einbrecher Leonard Shehu nutzte die Situation aus, dass der Tabakhändler allein lebte, und brach in das leere Haus ein. Als Basso dann überraschend nach Hause zurückkehrte, eskalierte die Situation. Beim Versuch des Täters, durch das Fenster zu fliehen, packte Basso ihn an den Beinen. Daraufhin kam es zu dem fatalen Kampf, bei dem der Täter mit einem Engländer-Schraubenschlüssel zuschlug. Basso starb noch am Tatort an seinen schweren Verletzungen.
Die Wende im Prozess durch DNA-Spuren und Geständnis
Die Polizei stand lange vor einem Rätsel. Der Täter leugnete die Tat monatelang händeringend. Erst an Weihnachten brach sein Schweigen. Die Ermittler fanden eine entscheidende DNA-Spur auf einem Plastikteil direkt neben der Leiche. Diese Spur führte direkt zu einem Verwandten des Täters. Der Druck auf Shehu wuchs von Tag zu Tag.
Schließlich legte der Pizza-Bäcker ein umfassendes Geständnis ab. Das Gericht wählte wegen dieses Geständnisses ein verkürztes Verfahren. Staatsanwalt Giovanni Zorzi verzichtete auf schwere Anklagepunkte wie besondere Grausamkeit oder lange Vorbereitung. Ohne diese Entscheidung hätte dem Mann eine lebenslange Haftstrafe gedroht.
Reuevolle Worte im Gerichtssaal von Venedig
Vor dem Urteil sprach der Täter direkt zu den Angehörigen. Seine Worte klangen sehr emotional und voller Reue. Er blickte den Brüdern und Neffen des Opfers dabei direkt in die Augen.
„Ich habe ein Leben ausgelöscht“, sagte er leise. „Mein Handeln hat das Herz einer Familie gebrochen. Ich zerstörte auch mein eigenes Leben und meine Familie. Worte können diesen großen Schmerz nicht heilen. Ich suche keine Ausreden für meine Tat. Ich bitte heute um Vergebung, obwohl ich sie nicht verdiene.“
Hohe Entschädigung und Verzicht auf die Berufung
Das Gericht sprach den Nebenklägern eine hohe Summe zu. Die Familie erhält insgesamt 420.000 Euro Schadensersatz. Die beiden Brüder bekommen jeweils 90.000 Euro. Der Neffe, der den Toten damals fand, erhält 60.000 Euro. Die restlichen vier Neffen teilen sich den restlichen Betrag auf.
Der Fall könnte sogar noch schneller enden. Die Verteidigung verzichtet auf eine Berufung. Durch eine neue Justizreform sinkt die Strafe dadurch vielleicht sogar auf zwölf Jahre. Die Familie hofft nun auf etwas Ruhe nach dieser schweren Zeit.



