Stauprognose zu Pfingsten: So rollt der Verkehr flüssig in den Süden
Das lange Pfingstwochenende steht vor der Tür. Viele Menschen zieht es jetzt wieder an die Adria oder nach Italien. Doch die Autoclubs ADAC und ÖAMTC sowie die ASFINAG warnen vor langen Verzögerungen. Wer am Freitag oder Samstag aufbricht, braucht starke Nerven. Fast alle Hauptrouten in den Süden kratzen an ihren Kapazitätsgrenzen. Mit ein paar guten Alternativen umgehst du das größte Chaos aber geschickt.
Die Nadelöhre auf dem Weg nach Italien: Brenner und Tauern
Die klassischen Urlaubsrouten sind am kommenden Wochenende extrem staugefährdet. Auf der Brennerautobahn (A13) sorgt die Baustelle an der Luegbrücke für Engpässe. Zudem blockiert am Samstag, den 30. Mai, eine Demonstration den Brenner komplett. Die Behörden sperren dann sogar die Landstraßen als Ausweichrouten.
Nicht besser sieht es auf der Tauernautobahn (A10) aus. Die Baustellen zwischen Pass Lueg und Werfen sowie rund um Villach kosten dich viel Zeit. Die ASFINAG rechnet hier mit kilometerlangen Staus. Zudem gelten strenge Abfahrtssperren für den Durchgangsverkehr. Du darfst die Autobahn also nicht einfach verlassen, um durch die Dörfer zu brettern.
Der Geheimtipp im Mai: Plöckenpass feiert Comeback
Pünktlich zum Reisewochenende gibt es eine sehr gute Nachricht für alle Italien-Urlauber. Der Plöckenpass öffnet ab Freitag, den 22. Mai, endlich wieder seine Schranken. Nach fast zweieinhalb Jahren Sperre wegen eines Felssturzes rollt der Verkehr hier wieder.
Du erreichst den Pass am besten über die Felbertauernstraße. Diese Route führt dich landschaftlich wunderschön durch die Berge. Allerdings regelt eine Ampel den Verkehr am Plöckenpass vorerst nur einspurig. Plan daher auch hier ein wenig Wartezeit ein. Für Lkw bleibt die Strecke weiterhin komplett gesperrt.
Mit dem Wohnmobil über Cortina d’Ampezzo ausweichen
Du bist mit einem Wohnwagen oder einem großen Gespann unterwegs? Dann ist der schmale Plöckenpass leider keine Option für dich. Die engen Kehren sind für große Fahrzeuge ungeeignet. Nutze stattdessen die Route über Cortina d’Ampezzo.
Fahre über die Felbertauernstraße bis Lienz und biege dann Richtung Toblach ab. Von dort führt eine gut ausgebaute Straße über Cortina direkt in den Süden. Diese Strecke ist für Gespanne ideal befahrbar. Sie bietet zudem ein grandioses Panorama mitten durch die Dolomiten.
Cleverer Trick für Autofahrer aus Ostbayern
Wohnst du in Ostbayern oder reist über die Passauer Richtung an? Dann mache am Pfingstwochenende einen großen Bogen um Salzburg und die Tauernautobahn. Die Experten empfehlen dir klar die Pyhrnautobahn (A9).
Der Weg über die Tunnelkette Klaus und Graz läuft erfahrungsgemäß deutlich entspannter ab. Du sparst dir den extremen Nadelöhr-Stau rund um die Salzburger Baustellen. Die Route ist zwar ein kleiner Umweg. Am Ende bringt sie dich aber meist viel schneller ans Ziel.
Tipps von ÖAMTC und ADAC für eine entspannte Fahrt
Die wichtigste Regel für dieses Wochenende lautet: Fahre antizyklisch. Starte entweder am Donnerstagabend oder erst am späten Samstagnachmittag. Die Hauptreisewelle rollt am Freitag ab Mittag und am Samstagvormittag.
Nimm ausreichend Wasser und Snacks mit ins Auto. Packe den Tank nicht erst kurz vor der Grenze voll. An den Tankstellen in Grenznähe drohen ebenfalls lange Warteschlangen. Wenn du flexibel bleibst und die Alternativen nutzt, kommst du trotzdem entspannt im Urlaub an.



