17-Jähriger gesteht Mord an seiner Tante

Tragödie in San Stino di Livenza: 17-Jähriger gesteht Bluttat an seiner Tante

Ein schockierendes Verbrechen erschüttert die italienische Kleinstadt San Stino di Livenza nahe Venedig. Ein Jugendlicher tötet seine eigene Tante und wirft ihren Körper in einen nahegelegenen Kanal. Ermittler und Rettungskräfte suchen seither fieberhaft nach der Vermissten.

Das nächtliche Geständnis des Teenagers

Die Polizei suchte die vermisste Lehrerin bereits seit Donnerstag. Am späten Samstagabend verhörten die Ermittler der Familie Portogruaro den 17-jährigen Neffen der Frau. Seine ungenauen Schilderungen der letzten Tage weckten schnell den Verdacht der Beamten. In der Nacht zum Sonntag hielt der Jugendliche dem Druck schließlich nicht mehr stand. Er gestand die Tat vor dem Magistrat Carmelo Barbaro aus Pordenone. Die Behörden übergaben den Fall inzwischen an die Jugendstaatsanwaltschaft in Triest.

Familienstreit um das Erbe als mögliches Motiv

Das Opfer heißt Chiara Guerra. Die 53 Jahre alte Frau arbeitete als beliebte Lehrerin in der Region. Sie lebte allein in einem eigenen Haus in San Stino di Livenza. Die Ermittler vermuten tiefe familiäre Spannungen als Hintergrund für die grausame Tat. Offenbar stritt die Lehrerin seit längerer Zeit mit ihrem Bruder um eine Erbschaft. Dieser Konflikt eskalierte nun auf tragische Weise durch die Hand des Sohnes. Die Carabinieri vernehmen derzeit weitere Familienmitglieder zur genauen Klärung der Umstände.

Verzweifelte Suche im Malgher-Kanal

Die Rettungskräfte konzentrieren ihre Suche auf den Malgher-Kanal. Der Junge transportierte den Leichnam laut eigenen Angaben in das Gebiet zwischen der Via Canaletta und der Via Verdi. Dort warf er den Körper nahe einer Schleuse ins Wasser. Die Taucher der Feuerwehr aus Portogruaro und Venedig durchkämmen den Flussabschnitt unablässig. Ein Hubschrauber unterstützt die Suche aus der Luft. Bisher blieb die Suche nach der Lehrerin jedoch ohne Erfolg.

Schwierige Bedingungen für die Einsatzkräfte

Die Bergungsmannschaften kämpfen mit schwierigen Bedingungen. Die Ermittler vermuten die Tote unter einem Baum im Wasser. Dort behindern dichte Wurzeln die Arbeit der Taucher massiv. Zudem herrscht im Kanal eine spürbare Strömung. Das Wasser fließt wenige Kilometer weiter in den Fluss Loncon. Dieser mündet später in die Lemene und fließt schließlich bei Caorle in die Adria. Die Strömung könnte den Körper also bereits weit weggetragen haben.

Verletzungen verraten den Täter

Der Jugendliche zeigt deutliche Spuren eines Kampfes. Er erlitt einen Bruch am Handgelenk und mehrere Kratzer im Gesicht. Dem Gerichtsmediziner Antonello Cirnelli fielen diese Wunden bei der ersten Untersuchung sofort auf. Der Teenager erfand anfangs eine Ausrede und behauptete, er sei einfach gestürzt. Die Verletzungen stammen aber sehr wahrscheinlich von der heftigen Gegenwehr der Tante. Der Bürgermeister Gianluca De Stefani zeigt sich tief betroffen. Die Nachricht von der Bluttat versetzt die gesamte Gemeinde in tiefen Schock.

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